Vienna Auto Show 2016: Großes Parkhaustreffen mit netten Mädels

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Die diesjährige Vienna Auto Show (14. bis 17. Januar 2016) steht ganz im Zeichen der Elektromobilität. HAHAHA! Als ob! Rund 1.500 Elektrofahrzeuge sind in Österreich im Moment unterwegs. Grund genug, diese befremdliche Form der Mobilität auch dieses Jahr nicht auszustellen. Aber die Auto Show in Wien ist auch keine Welt- bzw. Neuheiten-/Technologiemesse wie beispielsweise der Genfer Autosalon (wenn auch größte Österreichs), bei der die Hersteller selbst nicht ausstellen; dementsprechend wird nur das gezeigt, was auch verkauft werden kann. Insgesamt gibt es in den vier Besuchertagen bei 42 Automarken 3 Europa- und 32 Österreich-Premieren zu sehen. Das Tagesticket kostet 12,50 Euro an der Messekasse und gilt auch noch für die benachbarte Ferien-Messe.


Galerie: Den größten Stand der Messe hat Volkswagen.

Den größten Stand der Messe hat Volkswagen.
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Den größten Stand der Messe hat Volkswagen.

Volkswagen mitunter der größte Aussteller

Die Volkswagen-Importeursgesellschaft hat mit Abstand die größte Ausstellungsfläche. Sie liegt unübersehbar unmittelbar hinter den Eingangs-Drehkreuzen. Trotz ihrer beeindruckenden Größe erinnert der optisch enge und geradlinige Standaufbau aber eher an einen Jahreswagen-Ausverkauf einer großen Volkswagen-Niederlassung.

Präsentiert wird der neue VW Tiguan mit und ohne R-Line Optik (in der Galerie) – eines der wichtigsten Fahrzeuge für Volkswagen überhaupt. Und seit letztem Jahr einer der meist gesuchtesten Fahrzeuge in unserer Datenbank.

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Messe-Hostessen bei BMW

Von „Show“ ist meistens nicht die Rede

Wenn ich auf eine Autoshow gehe, erwarte ich auch Show – und keine Halle, die mit Autos und Plakatwänden gefüllt ist. Schon klar, man kann keine IAA-Maßstäbe ansetzen, aber ein bisschen mehr Inszenierung könnte man schon erwarten. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach viel zu hoch, als ich gehört habe, die Vienna Auto Show sei die größte Automesse in Österreich.

Die einzigen, die – mal wieder – mit Stil und Charme ihre Fahrzeuge präsentieren, sind Alfa Romeo und Fiat zusammen mit Abarth. Eine äußerst pfiffige und kreative Inszenierung des Top-Modells der Giulia von Alfa Romeo: im Anzug und Abendkleid fährt man eben auch standesgemäß in dem viertürigen Sportler.

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Eine Sache des Stils: die beiden schmückten die Giulia von Alfa Romeo

Auch benötigt man zu einer Auto-„Show“ keine Alleinunterhalter (hoffentlich kommt kein Hersteller jemals auf diese Idee), aber irgendeine Präsentation, irgendeine Stand-Aktion – und sei es, als Standpersonal zu versuchen, mit den Interessenten (und Journalisten), ins Gespräch zu kommen. Das gehört einfach dazu, damit die ganze Messe nicht leblos wirkt – auch wenn einige Menschen die Stände füllen. Letzteres passierte mir einzig und allein bei Mini, die mich ansprachen und die wichtigsten Dinge zeigten (Mini hat übrigens auch einen der kreativsten Stände).

Warum immer diese komische Unterbodenbeleuchtung wie in Need for Speed?!

Ein absoluter (negativer) Trend auf der Vienna Auto Show 2016 ist die Unterbodenbeleuchtung an Ausstellungsfahrzeugen. Keine Unterbodenbeleuchtung, die etwa an Tuning-Fahrzeugen fest montiert ist, und die auch auf der Straße zu sehen ist (und die auf einer Tuningmesse Gang und Gebe ist), sondern einfache Supermarkt-Bordell-Leuchtketten, die mittels eines Alu-Rahmens an den Unterboden der jeweiligen Fahrzeuge geschraubt wurden – in Blau, Gelb, Grün, Rot, …

Nun, vielleicht kenne ich mich mit dem österreichischen Geschmack hinsichtlich Fahrzeug-Präsentationen zu wenig aus, aber wenn selbst der Aston Martin DB10, von dem nur zehn Exemplare insgesamt – und davon zwei fahrbereite – existieren (weil das Fahrzeug derzeit ein Prototyp ist, im neuen James Bond aber schon fährt), wirkt dies schon ein bisschen – Entschuldigung – billig.

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Einige leistungsstarke Schmankerl auf der Vienna Auto Show

Doch es gibt auch die Besuchermagneten: so stellt Alfa Romeo beispielsweise die ab April in Deutschland, Österreich und Schweiz in den Handel kommende, 510 PS starke Alfa Romeo Guilia Quadrifoglio mit Sechszylinder-Turbotriebwerk aus. Bentley stellt den schnellsten SUV der Welt, den Bentayga vor und Lamborghini zeigt den neuen Huracan LP 580-2.

Audi feiert mit dem Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro eine Österreich-Premiere. Und Jaguar zeigt den neuen F-PACE Geländewagen erstmals in Österreich. Bei Land Rover steht ein Defender vom Set des neuen James Bond Filmes auf dem Stand.

Mercedes bringt zwei Österreich-Premieren zur Vienna Auto Show: das S 500 Cabriolet und den G 500 4×4 hoch zwei. Porsche lässt das neue 911 Turbo S Cabriolet sowie den Macan GTS anrollen. Und auch Rolls-Royce darf nicht fehlen: zwei Fahrzeuge, Dawn und Ghost stehen auf der Bühne.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 29 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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