Porsche zwingt Aston Martin zur Namensänderung seines Vantage GT3

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Das Auto im Titelbild ist der Aston Martin Vantage GT3 – zumindest war er das noch kürzlich auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon. Doch der süddeutsche Sportwagenbauer mit Pferd zwingt den britischen Traditionskonzern jetzt dazu, den Namen in Aston Martin Vantage GT12 zu ändern. Warum? Weil Porsche den normalerweise nur für eine Rennklasse üblichen Namenszusatz „GT3“ für sich beansprucht.


Berechtigt? Vielleicht ja.

Tatsächlich hat Aston Martin an seinem Vantage GT12 genau die Philosophie angewandt, die Porsche bei seinen straßenzugelassenen Rennwagen-Modellen einsetzt: die gleichen Teile für eine Gewichtsreduktion ausgewählt, ähnliche Antriebseinheiten verbessert und den Preis dabei um fast den gleichen Prozentsatz erhöht, wie Porsche es bei seinem 911 GT3 im Vergleich zu den Serien-911ern gemacht hat. Selbst der Heckspoiler des Aston Martin Vantage GT12 hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem des Porsche 911 GT3 – man könnte die beiden Aerodynamik-Teile wahrscheinlich sogar tauschen ohne dass es jemandem auffällt.

Doch obwohl der Namenszusatz „GT3“ nicht geschützt ist, gehört er einfach zu Porsche dazu – meint zumindest Porsche. Oder waren die Schwaben nicht die ersten mit diesem Zusatz für ein Fahrzeug?

Lotus war die erste Autofirma mit einem offiziellen GT3-Kürzel in der Modellbezeichnung.

Es gibt auch noch andere Autobauer, die den Namenszusatz „GT3“ verwenden – so wie zum Beispiel Bentley mit dem Continental GT3-R oder Lotus mit dem Esprit GT3 aus den Neunzigerjahren (!!!). Denn zu diesem Zeitpunkt hatte Porsche noch gar keinen 911 GT3 (der 996 911 GT3 kam erst 1999 auf den Markt) – und Lotus hatte die Füße still gehalten und sich nicht beschwert – warum auch.

Um dem Ganzen aber aus dem Weg zu gehen und Kosten und Zeit zu sparen, hat sich Aston Martin dazu bereit erklärt, den Namen seines für die GT3-Klasse konzipierten Rennautos mit Straßenzulassung zu ändern.

Porsche war selbst einmal in der Lage einer solchen Namensänderung.

Und das war in Zeiten des ersten 911 – eigentlich 901. Doch Peugeot hatte die Namensrechte aller „Neun-Null-Zahl“-Ziffern und zwang den kleinen Autobauer Porsche, statt der Null in der Mitte, die Eins in der Mitte zu nehmen. Wer kann, der kann.

600 PS Leistung aus einem 6,0-Liter-V12 und 100 Kilogramm leichter.

Der Aston Martin Vantage GT3 Special Edition verfügt über rund 600 PS, die er aus dem bekannten 6,0-Liter-V12-Aggregat mit 573 PS im Vantage S holt. 625 Nm Drehmoment sollen an der Hinterachse anliegen und den Aston so in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 Km/h sprinten lassen – bei 297 Km/h ist Schluss. Warum nicht über der 300er-Marke? Aston Martin nennt dazu Gründe der kürzeren Getriebeübersetzung und vor allem des größeren Anpressdrucks durch die Aerodynamik.

Galerie: Aston Martin Vantage GT3 Special Edition

Aston Martin Vantage GT3 Special Edition
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Aston Martin Vantage GT3 Special Edition

Dabei ist die Sonderserie noch 100 Kilogramm leichter, tiefer und breiter als der „normale“ V12 Vantage S. Die breitere Spur in Kombination mit den Pilot Sport Reifen – die auf Felgen mit Zentralverschluss gezogen sind – bewirkt noch höhere Kurvengeschwindigkeiten und ein besseres Handling.

Mia Iannotta

Mia ist seit Mitte 2015 das italienische und - viel wichtiger - weibliche Herz von AUTOmativ.de. Ohne ihre unregelmäßigen Artikel wäre das Magazin lebloser und langweiliger. Mia lebt die meiste Zeit des Jahres im Großraum Rom, den Rest verbringt sie irgendwo anders. Warum sie manchmal über Automobile schreibt? Nun, als wir sie auf der Mille Miglia beobachteten, wie sie sich um die Alfisti kümmerte, konnten wir einfach nicht widerstehen.

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