Audi R8 V10 Decennium: Darf’s zum Bestellstart etwas ganz Besonderes sein?

Ein prägendes Erlebnis: Vor über 5 Jahren holte ich als einen meiner ersten Testwagen überhaupt einen Audi R8 V10 aus Ingolstadt ab. Damals gab es noch die etwas schwächer motorisierte V8-Version, doch für mich musste ein R8 schon damals mit V10 bestückt sein. Nach Ablauf der Testphase machte mir die durch den V10-Sportler generierte emotionale Bindung sogar den in der Familie damals vorhandenen, technisch und fahdynamisch deutlich überlegenen 911 Turbo S (997) madig. Das muss man erst einmal schaffen. Seit gestern ist der Straßen-Rennwagen in seiner neuesten Version bestellbar – zeitgleich bieten die Ingolstädter eine auf 222 Exemplare limitierte Sonderserie an. Interesse? Schnell sein, denn diese Kiste ist heiß – und bildschön!


1 – 6 – 5 – 10 – 2 – 7 – 3 – 8 – 4 – 9 

Die Zündfolge von 1 – 6 – 5 – 10 – 2 – 7 – 3 – 8 – 4 – 9 nutzt auch Lamborghini bei seinen Huracan-Modellen. Wer einmal selbst diesen V10 angelassen hat, der weiß diese Zahlen zu schätzen – und kennt sie auch irgendwann auswendig. MUSS sie auswendig kennen – das ist mein Ernst. Denn diese Zahlen sind der Schlüssel zu völliger emotionaler Hingabe, zu absoluter akustischer Vollendung – zur Symphonie des Jahrtausends.

Wenn man als Ingenieur so einen Motor entwickelt, muss man doch permanent im Rausch sein, oder? Ich meine, Du musst an diesem Aggregat jeden Tag konstruieren, jeden Tag diese Komposition verfeinern – jeden Tag der Dirigent dieses 5,2 Liter großen Konzertsaals und jeder einzelnen dazugehörigen Einheit sein. Ach, Elektro, alleine der Gedanke stimmt mich wieder etwas trauriger.

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620 PS leistet das Aggregat und verfügt über ein maximales Drehmoment von 580 Nm. In 3,1 Sekunden geht es von 0 auf 100 Km/h. Topspeed: 331 km/h.

Exklusive Details am Exterieur und im Interieur

Das Sondermodell Audi R8 Decennium ist als Coupé lieferbar und in der exklusiven Farbe Daytonagrau Matteffekt lackiert. Die gefrästen 20-Zoll-Räder und die Ansaugbrücke des 5.2 FSI Motors sind in matter Bronze gehalten. Der Frontspoiler, die Seitenschwellerleisten und der Diffusor sind schwarz glänzend lackiert, ergänzt durch schwarze Audi-Ringe und Badges im Exterieur. Die Sideblades und die Gehäuse der Außenspiegel bestehen aus glänzendem Carbon. Alternativ stehen die Außenfarben Daytonagrau Perleffekt, Suzukagrau Metallic, Florettsilber Metallic, Mythosschwarz Metallic, Ascariblau Metallic und Kemoragrau Metallic zur Wahl.

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Das Interieur des Audi R8 V10 Decennium ist ganz in Schwarz gehalten, Dekoreinlagen in glänzendem Carbon setzen Akzente. Die Nähte der rautengesteppten Sportsitze sind schwarz glänzend ausgeführt, die Kontrastnähte in einem glänzenden Kupferton. Der Wählhebel und das Lenkrad – mit Alcantara-Kranz und schwarzer 12-Uhr-Markierung – tragen kupferfarbene Nähte, ebenso wie die Mittelarmlehne, die Türarmauflage und die Türbrüstung.

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Limitiert auf 222 Einheiten

Und da eine Schnapszahl, bestehend aus lauter Zweien so schön ist, kostet der Audi R8 V10 Decennium auch einfach 222.000 Euro. Warum die Dinge unnötig kompliziert machen. Aber hey: zu dem Preis gibt es ein Car-Cover mit bronzefarbener „Decennium“-Stickung dazu. Dann geht der Preis doch. Ab sofort ist er bestellbar.

Aber keine Sorge: Die normalen Versionen des R8 Coupé V10 quattro beginnen bei 166.000 Euro. Der R8 Spyder V10 quattro startet bei 179.000 Euro. Die performance-Varianten beginnen bei 200.000 Euro für das Coupé und 213.000 Euro für den Spyder.

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 28 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.

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