Ratgeber: Ein neues Wohnmobil für das nächste Camping – das ist zu beachten!

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Es hat begonnen: das Reisejahr 2016. So mancher entscheidet sich für das Camping, um die Trips mit dem eigenen Wohnmobil zu gestalten. Dieses Jahr scheint ein Wohnmobiljahr zu sein, wie die Rekordzahlen des Caravaning Industrie Verband e. V. zeigen. 8.863 neue Reisewohnmobile wurden bereits in den ersten Monaten von 2016 angemeldet. Ein Spitzenwert. Doch worauf ist beim Kauf eines Wohnmobils zu achten? Muss es neu sein oder gibt es gebrauchte Schnäppchen? In den folgenden Zeilen haben wir die wichtigsten Tipps parat.


Galerie: Forster FI Wohnmobil

Forster FI Wohnmobil
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Forster FI Wohnmobil

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Ob gebraucht oder Neukauf: Die ersten Überlegungen sollten den eigenen Bedürfnissen gelten. Welche Art von Wohnmobil wird benötigt? Muss ein Basisfahrzeug integriert sein oder reicht ein Anhänger? Welche Größe ist nötig? Diese Fragen sollten zunächst beantwortet werden, bevor die Suche nach dem passenden Modell beginnt.

Der zweite Schritt ist der Vergleich des Marktangebotes. Nicht nur der Preis sollte hier ausschlaggebend sein, denn auch Zustand des Wagens sollte unbedingt angeschaut werden. Daher gibt es beim Wohnmobilkauf eine goldene Regel: niemals blind kaufen. Zwar kann sich der Kaufwillige gern im Internet umschauen, aber ohne das Wohnmobil gesehen zu haben, ist es nicht ratsam, ein Modell zu kaufen. Der Wagen sollte auf Herz und Nieren geprüft werden – sowohl beim Neukauf als auch bei gebrauchten Modellen. Der Käufer sollte im Wohnbereich auf folgende Aspekte achten:

  • Dichtigkeit des Wohnmobils (Dach und Fenster)
  • Funktionstüchtigkeit eingebauter Geräte (Heizung, Boiler, Kühlschrank)
  • Test der Wasserleitungen

Beim Basisfahrzeug sollten folgende Bedingungen gecheckt werden:

  • Funktionstüchtigkeit
  • Rostfreier Unterboden
  • Motorstart bei kaltem Zustand
  • frei schaltbares Getriebe
  • Lenkung
  • ungewollte Austritte (Qualm?)

Wer hier kein Experte ist, sollte sich diesen bei Bedarf hinzuholen. Ein Fachmann mit entsprechenden Technikkenntnissen kann hier gut beraten. Automobilclubs bieten ebenso Checklisten an. Auch sollte besonders bei gebrauchten Modellen ein Blick in die Fahrzeugzulassung erfolgen. Hier steht, wann die letzte Hauptuntersuchung stattfand. Schadstoffklassen und Umweltplakette sind ebenfalls Entscheidungskriterien.

Die Probefahrt: Ein Muss!

Wer sichergehen will, dass das anvisierte Wohnmobil der geeignete fahrbare Untersatz ist, kommt um die Probefahrt jedoch nicht drum herum. Nur hier können diverse Funktionen des Wagens geprüft werden. Vereinbaren Sie eine ausführliche Proberunde.

Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche, Fahrtkomfort und Leistung. Bei dieser Fahrt sollte das Radio ausbleiben und die Strecke auch abseits der gut ausgebauten Autobahn gewählt werden. Zu guter Letzt gehört bei der Probefahrt mit einem Wohnmobil eines unbedingt dazu: das Probeliegen! Auch das Bett sollte getestet werden, denn schließlich sind mehrere Nächte darin geplant. Nichts zerstört den Urlaub mehr als eine unerholsame Nacht und Rückenschmerzen.

Übrigens: Die beste Zeit, um ein Wohnmobil zu kaufen, sind Herbst und Winter. Denn in diesen Monaten sortieren beispielsweise viele Vermieter diverse Modelle aus, die dann zu einem günstigen Preis in einem guten Zustand ergattert werden können.

Tipps für Neulinge im Wohnmobilbereich

Ein neues Wohnmobil ist eine teure Anschaffung und eine Überlegung auf Dauer. Wer erst Einsteiger in dieser Art des Campings ist, jedoch ein neues Modell wählen will, sollte sich über Tests genauer über die neuesten Varianten informieren.

Aber auch mieten ist eine Option, um ein Gefühl für das neue Reisen zu bekommen. Hier geben Anbieter eine ausführliche Einweisung und die Fahratmosphäre mit dem ungewohnt großen Wagen wird sich schnell einstellen. Das Wohnmobil kann zwar mit dem Führerschein der Klasse B von jedem gefahren werden, aber – zum Beispiel – ist das Bremsverhalten ganz anders.

Auch Sichtverhältnisse und Radius in den Kurven sind unterschiedlich. Ebenso helfen diese ersten Erfahrungen, um die eigenen Bedürfnisse für das eigene Wohnmobil festzulegen. Einen Überblick der neustens Entwicklungen bieten viele Caravan-Messen, auf denen auch zahlreiche Experten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Größere Händler bieten Werksvorführungen, hier kann sich auch mit neue Themen wie Sanitärbereich und WC im Auto vertraut gemacht werden können.

Gebrauchte Schnäppchen: privat oder beim Händler?

Wer sich nicht für ein neues Wohnmobil entscheidet, kann auch gebraucht gute Schnäppchen für den kommenden Roadtrip machen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten ein Wohnmobil zu erstehen: entweder kann der Wagen von Privatpersonen abgekauft werden oder aber auch renommierte Händler bieten gebrauchte Modelle.

Erstere können günstig sein, letztere bieten oft weniger Risiko, bessere Qualität und Serviceleistungen, die manchen der höhere Preis wert ist. Der Wohnmobilkauf bei Wohnmobil Galerie hat beispielsweise den Vorteil, dass hier Zulassungsservice, Exportabwicklung und Abholung sowie Inzahlungnahme des alten Wohnmobils inbegriffen sind. Das macht so manche Kaufabwicklung leichter und der Trip in den Urlaub kann schneller angetreten werden. Ebenso sind hier offizielle Schwacke-Werte und mehrere Zahlungsarten von Vorteil. Auch nicht immer ist der Privatkauf günstiger und Händler müssen eine zwölfmonatige Garantie geben.

Entsorgung des alten Wohnmobils

Ist die Entscheidung für einen Anbieter ohne Altfahrzeugannahme gefallen, stellt sich oft die Frage: wohin nun mit dem alten Wohnmobil? Zum einen kann dies selbst privat verkauft werden. In Internet, per Zeitungsannonce oder mit Mundpropaganda findet sich sicher schnell ein Interessent. Um auch diesen Verkauf einwandfrei abzuwickeln, empfiehlt sich ebenfalls ein Kaufvertrag. Hier kann der Privatmann bei den Musterverträgen von Automobilclubs passende Vordrucke finden.

Mia Iannotta

Mia ist seit Mitte 2015 das italienische und - viel wichtiger - weibliche Herz von AUTOmativ.de. Ohne ihre unregelmäßigen Artikel wäre das Magazin lebloser und langweiliger. Mia lebt die meiste Zeit des Jahres im Großraum Rom, den Rest verbringt sie irgendwo anders. Warum sie manchmal über Automobile schreibt? Nun, als wir sie auf der Mille Miglia beobachteten, wie sie sich um die Alfisti kümmerte, konnten wir einfach nicht widerstehen.

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