Saphe One+ oder Ooono Traffic Blitzerwarner? Verkehrsalarme im Test!

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Man kennt es: Die Blitzer-App auf dem Smartphone (meistens die Blitzer.de-App) schon wieder vergessen zu starten – und zack, reingefahren ins Rotlicht. Dazu kommt noch, dass sich die Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen seit Kurzem verdoppelt haben. Wer davor besser bewahrt werden will und nicht immer die Handy-App starten möchte, legt sich einen sogenannten „Verkehrsalarm“ zu. Ein kleines Gadget, das sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet und so automatisch beim Losfahren aktiv ist. Zwei Anbieter stehen im Moment hoch im Kurs und liegen überall aus: Der Saphe One+ und der Ooono Traffic Blitzerwarner. Wir hatten beide gleichzeitig im Test!


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Blitzerwarner als separates Endgerät

Als wir die Verkehrsalarme bzw. Blitzerwarner (beide Geräte vereinen beide Funktionen) zugeschickt bekamen, hatten wir uns bislang immer nur mit Smartphone-Apps durchgeschlagen, die vor Blitzern und Gefahrenstellen warnen. Endgeräte, die sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und automatisch aktiv sind (und die App im Hintergrund starten) wenn man einsteigt und losfährt, waren uns neu.

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Aber umso interessanter! Denn das typische „Ooh no!“ bzw. „oooh nein!“ wenn man wieder von einem Blitzer erwischt wurde, sollte damit ausbleiben. Nicht dass uns das häufig passiert, aber wir sind ja doch ganz schön viel mit unseren Testwagen unterwegs. Sicher ist sicher.

Die Haptik der beiden Warner ist ähnlich

Das Material des Ooono Co-Driver ist schwarzer Kunststoff – ganz genau so wie das der Saphe Geräte. An seiner oberen Seite ist ein großer, flächenfüllender Druckknopf verbaut, der von einem in Chrom gehaltenen Ring (ebenfalls aus Kunststoff) begrenzt wird. Es gibt zwei LED in zwei verschiedenen Farben, die unter dem Druckknopf erst dann zu sehen sind, wenn sie aktiviert werden. Das Design ist daher schlicht und dementsprechend zeitlos. Um den Ooono im Cockpit anzubringen, kann man die zwei an der Unterseite angebrachten Klebestreifen nutzen. Wir haben den kleinen Verkehrsalarm allerdings immer flexibel im Auto ohne ihn an eine bestimmte Stelle zu montieren.

Der Saphe One+ ist hingegen anders aufgebaut: Es gibt zwei Knöpfe – einen für die Meldung von Blitzern und einen für die Meldung von Verkehrsstörungen. Und es gibt dafür nur eine LED, die sich prominent in der Mitte des Geräts befindet. Auch Saphe stattet den One+ an seiner Unterseite mit Klebestreifen zur Montage im Auto aus. Der absolute Vorteil des Saphe: Es gibt für ihn eine magnetische Halterung zur Montage am Lüftungsgitter.

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Beide Anbieter greifen auf verschiedene Datenbanken von Blitzerwarn-Apps zu – Die Datenbank von Blitzer.de ist eine davon.

Funktionsweise von Ooono und Saphe

Im Prinzip funktionieren die beiden Verkehrsalarme wie die Blitzer-App: Sie ziehen sich Informationen aus einer Datenbank und verarbeiten Informationen von anderen Nutzern und Nutzerinnen, die Blitzer oder Verkehrsstörungen und Gefahren melden.

Das geht bei Ooono per Klick oder Doppelklick auf den einzig vorhandenen Knopf in der Mitte. Beim Saphe One+ hat man zwei Taster zur Verfügung, die auch schematisch gekennzeichnet sind. Das heißt die bessere Übersicht garantiert Saphe, denn bei Ooono muss man sich am Anfang merken, wie man Klickt: Zwei Mal für Blitzer, ein Mal für Gefahr.

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Coole Verpackung: Ooono Traffic Alarm kommt in einer auffälligen und gleichzeitig modernen Verpackung.

Und vor Gefahren und Blitzern warnen beide auch mit unterschiedlichen Licht- und Akustiksignalen. Das funktioniert auch gut – nach kurzer Zeit kennt man den Unterschied der jeweiligen Warnungen.

Generell kann man sagen: Beide Verkehrsalarme funktionieren sehr gut. Sie können durch ihre Aufdringlichkeit bei längeren Fahrten auch schon mal auf die Nerven gehen, aber genau das ist ja auch Sinn der Sache: Warnen.

Man kann übrigens auch das Warnen vor Gefahren oder das Warnen vor Blitzern per App ausschalten. So, dass immer nur vor Gefahren oder immer nur vor Blitzern gewarnt wird. In der Regel lässt man sie in der Standard-Konfiguration, in der vor beidem gewarnt wird, aber die Möglichkeit besteht zumindest, das eine oder das andere auszuschalten.

Dass der eine Verkehrsalarm besser warnt als der andere ist nicht der Fall. Nur das Handling finden wir beim Saphe One+ einfach besser. Aber auch das ist Geschmackssache: Will ich einen Knopf haben oder zwei? Gefallen mir die akustischen Signale des einen besser oder gehen sie mir voll auf die Nerven? Beim Thema akustische Signale war der Ooono Traffic ein bisschen zurückhaltender und angenehmer.

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Der Saphe One+ Verkehrsalarm kommt in einer kleinen Box mit einer kurzen Anleitung. Sehr schön und schlicht gemacht.

Beide funktionieren auch im EU-Ausland gut

Wichtig ist ja immer, wie beide Blitzerwarner sich im EU-Ausland schlagen. Wir sind damit testweise durch Österreich, Italien und die Schweiz gefahren. Beide Blitzerwarner haben nahezu alles erkannt – und bei den gleichen Unfall- oder Gefahrenstellen gewarnt. Wundert auch nicht, denn beide bedienen sich ähnlicher Datenbanken und verfügen über eine ähnliche Software.

Eine Sache, die wir uns gefragt haben: Sind die Verkehrsalarme überhaupt legal? Nun, offiziell ist das Warnen lassen vor Blitzern grundsätzlich legal. Aber Vorsicht: Die aktive Nutzung einer Blitzer-App oder eben der Blitzerwarner aus unserem Test ist illegal. Paragraf 23 Absatz 1c der Straßenverkehrsordnung verbietet es Auto­fahrern, während der Fahrt eine Blitzer-App zu benutzen. Ahndet die Polizei einen solchen Verstoß, sind 75 Euro fällig.

Erlaubt ist es hingegen, wenn der Beifahrer oder eben Mitfahrende eine Blitzer-App an haben und den Fahrer mündlich darüber informieren, wann der nächste Blitzer kommt. Gut, dass wir AUTOmativ.de mit mehreren Personen betreiben und so auch immer zu zweit testen konnten.

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Nettes Teil mit zwei Tasten: Rechts (Blau) für das Melden von Blitzern, links das Melden von Gefahren

Ooono Traffic Blitzerwarner hält zwischen 7 und 10 Monate

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Nach 8 Monaten nahezu werktäglicher Nutzung von durchschnittlich ca. 30-45 Minuten hat sich der Ooono Traffic Blitzerwarner von uns verabschiedet. Die Batterie kann man aber einfach austauschen – die Hülle ist geklipst. Dahinter befindet sich eine große Knopfzelle.

Unser Testgerät Saphe One+ Verkehrsalarm kam ein halbes Jahr später zu uns in die Redaktion als der Ooono Traffic und ist noch im Einsatz – bisher schon über 8 Monate. Wir sind gespannt, wie lange das Gerät hält.

Preise: Ooono Traffic und Saphe One+ jeweils für 49,99 Euro

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Preislich nehmen sich die beiden Blitzerwarner bzw. Verkehrsalarme nichts, denn sie kosten beide knapp 50 Euro. Auch wenn es hin und wieder Sonderangebote gibt (im Moment für Saphe One+ 10 Euro Rabatt), ist der Preis auf jeden Fall kein Entscheidungsgrund.

Dennoch: Uns hat der Saphe One+ besser gefallen. Warnungen sind eindeutiger und er verfügt über zwei manuelle Tasten, die eindeutig gekennzeichnet sind. Das mit dem doppelt- und einfach-Klicken bei Ooono verwechselt man leicht.

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Also: Was ist jetzt besser, Saphe oder Ooono?

Alleine die modernere Technologie von Saphe – speziell beim Flaggschiff Saphe Drive Mini – nicht nur vor Gefahrenstellen und Blitzern auf Basis der Datenbank zu warnen (so wie bei Ooono), sondern auch die Warnung vor Stauenden, gibt dem Saphe Blitzerwarner einen klaren Vorteil. Darüber hinaus soll Saphe eine ähnliche Technologie wie Car2x anwenden, um Unfälle erkennen und mit der Umwelt, also mit anderen Saphe Verkehrsmeldern kommunizieren zu können. Wir schätzen, dass auch Unfälle direkt gemeldet werden, die ein Saphe Gerät mitbekommt. Das könnte durch den internen Beschleunigungssensor geschehen.

Wir hatten zudem den Eindruck, dass sich alle Saphe Geräte (bis auf den Saphe MC) schneller mit dem Smartphone verbinden als es Ooono tut. Beide verbinden sich automatisch und zügig, aber bei Saphe kommt das Signal schon beim Öffnen der Türen. Bei Ooono passiert das erst beim oder kurz nach Motorstart.

Wie schon geschrieben: Grundsätzlich arbeiten beide Geräte sehr gut und zuverlässig. Aber ein paar Punkte Vorsprung hat auf jeden Fall der Saphe One+.

Saphe Drive Mini: Neuer Blitzerwarner mit Farbdisplay

Mit dem Saphe Drive Mini gibt es jetzt sogar einen Blitzerwarner mit Farbdisplay und USB-Lademöglichkeit. Auch diesen Blitzerwarner hatten wir im Test – und zwar hier:

Benjamin Brodbeck

Benjamin Brodbeck ist 31 Jahre alt und studierte Automobilwirtschaft bei Prof. Dr. Diez. Danach wechselte er an die Universität Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studierte und mit dem akademischen Grad 'Magister der Philosophie' abschloss. Neben seiner Tätigkeit als Jazz-Pianist bringt er seine Leidenschaft für und sein Wissen von Automobilen in Form und Sprache als Publizist bei AUTOmativ.de sowie zahlreichen weiteren Plattformen zum Ausdruck.