Erneute Rückrufaktion für Ferrari LaFerrari: Kopfstützen und Software nicht ok

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Der LaFerrari sorgt einmal mehr für Aufsehen, wenn auch anders, als es dem italienischen Hersteller lieb ist. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA fand gleich zwei Mängel beim Edel-Boliden aus Maranello, sodass Fahrer ihre Prestige-Objekte möglichst schnell in die nächste Vertragswerkstatt bringen müssen.


Zwangs-Boxenstopp für beinahe 100 Ferrari LaFerrari

Immerhin ein kleines Trostpflaster für normale Autofahrer: Auch hochpreisige Supersportler sind vor Kinderkrankheiten nicht gefeit. Ein aktuelles Beispiel erscheint in Rot und stammt aus Italien; bereits im März dieses Jahren wurde Ferraris Hybrid-Wunder LaFerrari wegen einer Nachbesserung am Tank zurückgerufen, und damit nicht genug: Alle in den USA und Kanada verkauften Exemplare, insgesamt 96 an der Zahl, müssen nun erneut in die Werkstatt zurück. Die Kopfstützen seien bei einem Unfall nicht sicherheitskonform, außerdem zeigte die Reifendruckkontrolle bei einem Reifenschaden nur die Empfehlung zu reduzierter Geschwindigkeit an, anstatt den Fahrstopp so bald wie möglich anzuordnen.

Auch Werkstätten und deren Zulieferer dürften sich über solche Meldungen freuen. Luxus-Sportwagen wie der LaFerrari machen zwar traditionell nur einen Bruchteil des Tagesgeschäfts aus, dafür sind jegliche Maßnahmen an den Technik-Meisterwerken umso kostspieliger – allerdings nicht immer aufwendiger. Die erforderten Verbesserungen am LaFerrari werden kaum mehr als eine Stunde Arbeitszeit in Anspruch nehmen, von einem ernsten Mangel kann also kaum die Rede sein. Vielmehr zeigt es die Perfektion, die im heutigen Automobilsegment herrscht. Für private Fahrer ist das von Vorteil, da sowohl Sicherheit als auch Werterhalt dadurch steigen.

Dreikampf um die Spitze geht unverändert weiter

Doch das Image des Ferrari LaFerrari wird unter diesem kleinen Zwischenfall wohl kaum leiden. Zu atemberaubend sind Technologie, Optik, Preis und Fahrleistungen des Hybrid-Renners, der sich in einer sehr dünn gespickten Kategorie bewegt. Als einzige Konkurrenten sind McLaren P1 und Porsche 918 Spyder zu nennen, vom Konzept her passt auch der BMW i8 in diese Riege – wäre da nicht sein vergleichsweise günstiger Einstiegspreis von 130.000 Euro. Mit solchen Kleckerbeträgen haben LaFerrari und Co. nämlich nichts zu tun. Mit mindestens 800.000 Euro sollten Interessenten rechnen, für Speziallackierungen und Sondereditionen fallen weitere 100.000 Euro an.

Mit Vernunft hat das sicherlich nicht viel zu tun, doch darum geht es bei Sportwagen ohnehin nur selten. Und auch in Sachen Leistung tun sich Welten auf: Klingen die 362 Hybrid-PS des bayerischen Elektrosportlers eigentlich recht potent, verblassen sie angesichts der 963 PS des Ferrari nahezu komplett. Immerhin: Beim i8 wurden bislang keine technischen Mängel festgestellt und wer BMW kennt, der darf davon ausgehen, dass das auch so bleibt.

Bild: © automedienportal

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